Sacharja 1
1 Im achten Monat, im zweiten
Jahre des Darius, geschah das Wort Jehovas zu Sacharja, dem Sohne
Berekjas, des Sohnes Iddos, dem Propheten, also:
2 Jehova ist heftig erzürnt
gewesen über eure Väter.
3 Und sprich zu ihnen: So spricht
Jehova der Heerscharen: Kehret zu mir um, spricht Jehova der Heerscharen,
und ich werde zu euch umkehren, spricht Jehova der Heerscharen.
4 Seid nicht wie eure Väter,
denen die früheren Propheten zuriefen und sprachen: So spricht
Jehova der Heerscharen: Kehret doch um von euren bösen Wegen
und von euren bösen Handlungen! aber sie hörten nicht
und merkten nicht auf mich, spricht Jehova.
5 Eure Väter, wo sind sie?
und die Propheten, leben sie ewiglich?
6 Doch meine Worte und meine
Beschlüsse, welche ich meinen Knechten, den Propheten, gebot,
haben sie eure Väter nicht getroffen? Und sie kehrten um
und sprachen: So wie Jehova der Heerscharen vorhatte, uns nach
unseren Wegen und nach unseren Handlungen zu tun, also hat er
mit uns getan.
7 Am 24. Tage, im elften Monat,
das ist der Monat Schebat, im zweiten Jahre des Darius, geschah
das Wort Jehovas zu Sacharja, dem Sohne Berekjas, des Sohnes Iddos,
dem Propheten, also: -
8 Ich schaute des Nachts, und
siehe, ein Mann, der auf einem roten Rosse ritt; und er hielt
zwischen den Myrten, welche im Talgrunde waren, und hinter ihm
waren rote, hellrote und weiße Rosse.
9 Und ich sprach: Mein Herr,
wer sind diese? Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir:
Ich will dir zeigen, wer diese sind.
10 Und der Mann, der zwischen
den Myrten hielt, antwortete und sprach: Diese sind die, welche
Jehova ausgesandt hat, um die Erde zu durchziehen.
11 Und sie antworteten dem Engel
Jehovas, der zwischen den Myrten hielt, und sprachen: Wir haben
die Erde durchzogen, und siehe, die ganze Erde sitzt still und
ist ruhig.
12 Da hob der Engel Jehovas
an und sprach: Jehova der Heerscharen, wie lange willst du dich
nicht Jerusalems und der Städte Judas erbarmen, auf welche
du gezürnt hast diese siebzig Jahre?
13 Und Jehova antwortete dem
Engel, der mit mir redete, gütige Worte, tröstliche
Worte.
14 Und der Engel, der mit mir
redete, sprach zu mir: Rufe aus und sprich: So spricht Jehova
der Heerscharen: Ich habe mit großem Eifer für Jerusalem
und für Zion geeifert,
15 und mit sehr großem
Zorne zürne ich über die sicheren Nationen; denn ich
habe ein wenig gezürnt, sie aber haben zum Unglück geholfen.
16 Darum spricht Jehova also:
Ich habe mich Jerusalem mit Erbarmen wieder zugewandt; mein Haus,
spricht Jehova der Heerscharen, soll darin gebaut, und die Meßschnur
über Jerusalem gezogen werden.
17 Rufe ferner aus und sprich:
So spricht Jehova der Heerscharen: Meine Städte sollen noch
überfließen von Gutem; und Jehova wird Zion noch trösten
und Jerusalem noch erwählen.
18 Und ich hob meine Augen auf
und sah: und siehe, vier Hörner.
19 Und ich sprach zu dem Engel,
der mit mir redete: Was sind diese? Und er sprach zu mir: Diese
sind die Hörner, welche Juda, Israel und Jerusalem zerstreut
haben.
20 Und Jehova ließ mich
vier Werkleute sehen.
21 Und ich sprach: Was wollen
diese tun? Und er sprach zu mir und sagte: Jene sind die Hörner,
welche Juda dermaßen zerstreut haben, daß niemand
mehr sein Haupt erhob; und diese sind gekommen, um sie in Schrecken
zu setzen und die Hörner der Nationen niederzuwerfen, welche
das Horn gegen das Land Juda erhoben haben, um es zu zerstreuen.
Sacharja 2
1 Und ich hob meine Augen auf
und sah: und siehe, ein Mann, und eine Meßschnur war in
seiner Hand.
2 Und ich sprach: Wohin gehst
du? Und er sprach zu mir: Jerusalem zu messen, um zu sehen, wie
groß seine Breite und wie groß seine Länge ist.
3 Und siehe, der Engel, der
mit mir redete, ging aus; und ein anderer Engel ging aus, ihm
entgegen.
4 Und er sprach zu ihm: Laufe,
rede zu diesem Jüngling und sprich: Als offene Stadt wird
Jerusalem bewohnt werden wegen der Menge Menschen und Vieh in
seiner Mitte.
5 Und ich, spricht Jehova, werde
ihm eine feurige Mauer sein ringsum, und werde zur Herrlichkeit
sein in seiner Mitte. -
6 Hui! Hui! fliehet aus dem
Lande des Nordens! spricht Jehova; denn nach den vier Winden des
Himmels breite ich euch aus, spricht Jehova.
7 Hui! entrinne, Zion, die du
wohnst bei der Tochter Babels!
8 Denn so spricht Jehova der
Heerscharen: Nach der Herrlichkeit hat er mich zu den Nationen
gesandt, die euch geplündert haben; denn wer euch antastet,
tastet seinen Augapfel an.
9 Denn siehe, ich werde meine
Hand über sie schwingen, und sie werden denen zum Raube sein,
welche ihnen dienten; und ihr werdet erkennen, daß Jehova
der Heerscharen mich gesandt hat. -
10 Jubele und freue dich, Tochter
Zion! denn siehe, ich komme und werde in deiner Mitte wohnen,
spricht Jehova.
11 Und an jenem Tage werden
viele Nationen sich an Jehova anschließen, und sie werden
mein Volk sein; und ich werde in deiner Mitte wohnen, und du wirst
erkennen, daß Jehova der Heerscharen mich zu dir gesandt
hat.
12 Und Jehova wird Juda als
sein Erbteil besitzen in dem heiligen Lande und wird Jerusalem
noch erwählen.
13 Alles Fleisch schweige vor
Jehova! denn er hat sich aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung.
Sacharja 3
1 Und er ließ mich den
Hohenpriester Josua sehen, der vor dem Engel Jehovas stand; und
der Satan stand zu seiner Rechten, ihm zu widerstehen.
2 Und Jehova sprach zum Satan:
Jehova schelte dich, Satan! ja, es schelte dich Jehova, der Jerusalem
erwählt hat! Ist dieser nicht ein Brandscheit, das aus dem
Feuer gerettet ist?
3 Und Josua war bekleidet mit
schmutzigen Kleidern und stand vor dem Engel.
4 Und der Engel hob an und sprach
zu denen, welche vor ihm standen, und sagte: Ziehet ihm die schmutzigen
Kleider aus; und zu ihm sprach er: Siehe, ich habe deine Ungerechtigkeit
von dir weggenommen, und ich kleide dich in Feierkleider.
5 Und ich sprach: Man setze
einen reinen Kopfbund auf sein Haupt. Und sie setzten den reinen
Kopfbund auf sein Haupt und zogen ihm Kleider an; und der Engel
Jehovas stand dabei.
6 Und der Engel Jehovas bezeugte
dem Josua und sprach:
7 So spricht Jehova der Heerscharen:
Wenn du in meinen Wegen wandeln und wenn du meiner Hut warten
wirst, so sollst du sowohl mein Haus richten als auch meine Vorhöfe
behüten; und du sollst ein- und ausgehen unter diesen, die
hier stehen. -
8 Höre doch, Josua, du
Hoherpriester, du und deine Genossen, die vor dir sitzen - denn
Männer des Wunders sind sie; denn siehe, ich will meinen
Knecht, Sproß genannt, kommen lassen.
9 Denn siehe, der Stein, den
ich vor Josua gelegt habe, - auf einem Steine sieben Augen siehe,
ich will seine Eingrabung eingraben, spricht Jehova der Heerscharen,
und will die Ungerechtigkeit dieses Landes hinwegnehmen an einem
Tage.
10 An jenem Tage, spricht Jehova
der Heerscharen, werdet ihr einer den anderen einladen unter den
Weinstock und unter den Feigenbaum.
Sacharja 4
1 Und der Engel, der mit mir
redete, kam wieder und weckte mich wie einen Mann, der aus seinem
Schlafe geweckt wird.
2 Und er sprach zu mir: Was
siehst du? Und ich sprach: Ich sehe, und siehe, ein Leuchter ganz
von Gold, und sein Ölbehälter an seinem oberen Ende,
und seine sieben Lampen an ihm, sieben, und sieben Gießröhren
zu den Lampen, die an seinem oberen Ende sind;
3 und zwei Olivenbäume
neben demselben, einer zur Rechten des Ölbehälters und
einer zu seiner Linken.
4 Und ich hob an und sprach
zu dem Engel, der mit mir redete, und sagte: Mein Herr, was sind
diese?
5 Und der Engel, der mit mir
redete, antwortete und sprach zu mir: Weißt du nicht, was
diese sind? Und ich sprach: Nein, mein Herr.
6 Da antwortete er und sprach
zu mir und sagte: Dies ist das Wort Jehovas an Serubbabel: Nicht
durch Macht und nicht durch Kraft, sondern durch meinen Geist,
spricht Jehova der Heerscharen.
7 Wer bist du, großer
Berg, vor Serubbabel? zur Ebene sollst du werden! Und er wird
den Schlußstein herausbringen unter lautem Zuruf: Gnade,
Gnade ihm! -
8 Und das Wort Jehovas geschah
zu mir also:
9 Die Hände Serubbabels
haben dieses Haus gegründet, und seine Hände werden
es vollenden; und du wirst erkennen, daß Jehova der Heerscharen
mich zu euch gesandt hat.
10 Denn wer verachtet den Tag
kleiner Dinge? Und mit Freuden werden jene Sieben das Senkblei
in der Hand Serubbabels sehen: die Augen Jehovas, sie durchlaufen
die ganze Erde. -
11 Und ich hob an und sprach
zu ihm: Was sind diese zwei Olivenbäume zur Rechten des Leuchters
und zu seiner Linken?
12 Und ich hob zum zweiten Male
an und sprach zu ihm: Was sind die beiden Zweige der Olivenbäume,
welche neben den zwei goldenen Röhren sind, die das Gold
von sich aus ergießen?
13 Und er sprach zu mir und
sagte: Weißt du nicht, was diese sind? Und ich sprach: Nein,
mein Herr.
14 Da sprach er: Dies sind die
beiden Söhne des Öls, welche bei dem Herrn der ganzen
Erde stehen.
Sacharja 5
1 Und ich hob wiederum meine
Augen auf und sah: und siehe, eine fliegende Rolle.
2 Und er sprach zu mir: Was
siehst du? Und ich sprach: Ich sehe eine fliegende Rolle, ihre
Länge zwanzig Ellen und ihre Breite zehn Ellen.
3 Und er sprach zu mir: Dies
ist der Fluch, welcher über die Fläche des ganzen Landes
ausgeht; denn ein jeder, der stiehlt, wird gemäß dem,
was auf dieser Seite der Rolle geschrieben ist, weggefegt werden;
und ein jeder, der falsch schwört, wird gemäß
dem, was auf jener Seite der Rolle geschrieben ist, weggefegt
werden.
4 Ich habe ihn ausgehen lassen,
spricht Jehova der Heerscharen; und er wird kommen in das Haus
des Diebes und in das Haus dessen, der bei meinem Namen falsch
schwört; und er wird in seinem Hause herbergen und es vernichten,
sowohl sein Gebälk als auch seine Steine. -
5 Und der Engel, der mit mir
redete, trat hervor und sprach zu mir: Hebe doch deine Augen auf
und sieh: was ist dieses, das da hervorkommt?
6 Und ich sprach: Was ist es?
Und er sprach: Dies ist ein Epha, das hervorkommt; und er sprach:
Solches ist ihr Aussehen im ganzen Lande.
7 Und siehe, eine Scheibe von
Blei wurde aufgehoben; und da war ein Weib, welches inmitten des
Ephas saß.
8 Und er sprach: Dies ist die
Gesetzlosigkeit; und er warf sie in das Epha hinein und warf das
Bleigewicht auf dessen Mündung.
9 Und ich hob meine Augen auf
und sah: und siehe, da kamen zwei Weiber hervor, und Wind war
in ihren Flügeln, und sie hatten Flügel wie die Flügel
des Storches; und sie hoben das Epha empor zwischen Erde und Himmel.
10 Und ich sprach zu dem Engel,
der mit mir redete: Wohin bringen diese das Epha?
11 Und er sprach zu mir: Um
ihm ein Haus zu bauen im Lande Sinear; und ist dieses aufgerichtet,
so wird es daselbst auf seine Stelle niedergesetzt werden.
Sacharja 6
1 Und ich hob wiederum meine
Augen auf und sah: und siehe, vier Wagen kamen hervor zwischen
zwei Bergen; und die Berge waren Berge von Erz.
2 An dem ersten Wagen waren
rote Rosse, und an dem zweiten Wagen schwarze Rosse;
3 und an dem dritten Wagen weiße
Rosse, und an dem vierten Wagen scheckige, starke Rosse.
4 Und ich hob an und sprach
zu dem Engel, der mit mir redete: Mein Herr, was sind diese?
5 Und der Engel antwortete und
sprach zu mir: Diese sind die vier Winde des Himmels, welche ausgehen,
nachdem sie sich vor den Herrn der ganzen Erde gestellt haben.
6 An welchem die schwarzen Rosse
sind, die ziehen aus nach dem Lande des Nordens; und die weißen
ziehen aus hinter ihnen her; und die scheckigen ziehen aus nach
dem Lande des Südens;
7 und die starken ziehen aus
und trachten hinzugehen, die Erde zu durchziehen. Und er sprach:
Gehet, durchziehet die Erde! Und sie durchzogen die Erde.
8 Und er rief mir und redete
zu mir und sprach: Siehe, diejenigen, welche nach dem Lande des
Nordens ausgezogen sind, lassen meinen Geist Ruhe finden im Lande
des Nordens.
9 Und das Wort Jehovas geschah
zu mir also:
10 Nimm von den Weggeführten,
von Cheldai und von Tobija und von Jedaja, und geh du an selbigem
Tage, geh in das Haus Josijas, des Sohnes Zephanjas, wohin sie
aus Babel gekommen sind -
11 ja, nimm Silber und Gold
und mache eine Krone. Und setze sie auf das Haupt Josuas, des
Sohnes Jozadaks, des Hohenpriester,
12 und sprich zu ihm und sage:
So spricht Jehova der Heerscharen und sagt: Siehe, ein Mann, sein
Name ist Sproß; und er wird von seiner Stelle aufsprossen
und den Tempel Jehovas bauen.
13 Ja, er wird den Tempel Jehovas
bauen; und er wird Herrlichkeit tragen; und er wird auf seinem
Throne sitzen und herrschen, und er wird Priester sein auf seinem
Throne; und der Rat des Friedens wird zwischen ihnen beiden sein.
14 Und die Krone soll dem Chelem
und Tobija und Jedaja und der Güte des Sohnes Zephanjas zum
Gedächtnis sein im Tempel Jehovas.
15 Und Entfernte werden kommen
und am Tempel Jehovas bauen; und ihr werdet erkennen, daß
Jehova der Heerscharen mich zu euch gesandt hat. Und dieses wird
geschehen, wenn ihr fleißig auf die Stimme Jehovas, eures
Gottes, hören werdet.
Sacharja 7
1 Und es begab sich im vierten
Jahre des Königs Darius, da geschah das Wort Jehovas zu Sacharja,
am vierten Tage des neunten Monats, im Monat Kislev,
2 als Bethel den Scharezer und
Regem-Melech und seine Männer sandte, um Jehova anzuflehen,
3 und um den Priestern des Hauses
Jehovas der Heerscharen und den Propheten zu sagen: Soll ich weinen
im fünften Monat und mich enthalten, wie ich schon so viele
Jahre getan habe?
4 Und das Wort Jehovas der Heerscharen
geschah zu mir also:
5 Rede zu dem ganzen Volke des
Landes und zu den Priestern und sprich: Wenn ihr im fünften
und im siebten Monat gefastet und gewehklagt habt, und zwar schon
siebzig Jahre, habt ihr irgendwie mir gefastet?
6 Und wenn ihr esset, und wenn
ihr trinket, seid nicht ihr die Essenden und ihr die Trinkenden?
7 Kennet ihr nicht die Worte,
welche Jehova durch die früheren Propheten ausrief, als Jerusalem
bewohnt und ruhig war, und seine Städte rings um dasselbe
her, und der Süden und die Niederung bewohnt waren?
8 Und das Wort Jehovas geschah
zu Sacharja also:
9 So spricht Jehova der Heerscharen
und sagt: Übet ein wahrhaftiges Gericht und erweiset Güte
und Barmherzigkeit einer dem anderen;
10 und bedrücket nicht
die Witwe und die Waise, den Fremdling und den Elenden; und sinnet
keiner auf seines Bruders Unglück in euren Herzen.
11 Aber sie weigerten sich,
aufzumerken, und zogen die Schulter widerspenstig zurück
und machten ihre Ohren schwer, um nicht zu hören.
12 Und sie machten ihr Herz
zu Diamant, um das Gesetz nicht zu hören noch die Worte,
welche Jehova der Heerscharen durch seinen Geist mittelst der
früheren Propheten sandte; und so kam ein großer Zorn
von seiten Jehovas der Heerscharen.
13 Und es geschah, gleichwie
er gerufen, und sie nicht gehört hatten, also riefen sie,
und ich hörte nicht, spricht Jehova der Heerscharen;
14 und ich stürmte sie
hinweg unter alle Nationen, die sie nicht kannten, und das Land
wurde hinter ihnen verwüstet, so daß niemand hin und
wieder zieht; und sie machten das köstliche Land zu einer
Wüste.
Sacharja 8
1 Und es geschah das Wort Jehovas
der Heerscharen also:
2 So spricht Jehova der Heerscharen:
Ich eifere für Zion mit großem Eifer, und mit großem
Grimme eifere ich für dasselbe.
3 So spricht Jehova: Ich kehre
nach Zion zurück und will inmitten Jerusalems wohnen; und
Jerusalem wird genannt werden "Stadt der Wahrheit",
und der Berg Jehovas der Heerscharen "der heilige Berg".
4 So spricht Jehova der Heerscharen:
Es werden noch Greise und Greisinnen in den Straßen von
Jerusalem sitzen, ein jeder mit seinem Stabe in seiner Hand vor
Menge der Tage.
5 Und die Straßen der
Stadt werden voll sein von Knaben und Mädchen, die auf seinen
Straßen spielen.
6 So spricht Jehova der Heerscharen:
Wenn es wunderbar ist in den Augen des Überrestes dieses
Volkes in jenen Tagen, wird es auch in meinen Augen wunderbar
sein? spricht Jehova der Heerscharen.
7 So spricht Jehova der Heerscharen:
Siehe, ich werde mein Volk retten aus dem Lande des Aufgangs und
aus dem Lande des Untergangs der Sonne;
8 und ich werde sie herbeibringen,
und sie werden wohnen inmitten Jerusalems; und sie werden mein
Volk, und ich werde ihr Gott sein in Wahrheit und in Gerechtigkeit.
9 So spricht Jehova der Heerscharen:
Stärket eure Hände, die ihr in diesen Tagen diese Worte
aus dem Munde der Propheten höret, welche an dem Tage waren,
da der Grund des Hauses Jehovas der Heerscharen, des Tempels,
gelegt wurde, um ihn zu erbauen!
10 Denn vor diesen Tagen war
kein Lohn für die Menschen und kein Lohn für das Vieh;
und der Aus- und Eingehende hatte keinen Frieden vor dem Bedränger,
und ich ließ alle Menschen gegeneinander los.
11 Nun aber will ich dem Überrest
dieses Volkes nicht sein wie in den früheren Tagen, spricht
Jehova der Heerscharen;
12 sondern die Saat des Friedens,
der Weinstock, wird seine Frucht geben, und die Erde ihren Ertrag
geben, und der Himmel wird seinen Tau geben; und dem Überrest
dieses Volkes werde ich das alles zum Erbteil geben.
13 Und es wird geschehen, gleichwie
ihr, Haus Juda und Haus Israel, ein Fluch unter den Nationen gewesen
seid, also werde ich euch retten, und ihr werdet ein Segen sein.
Fürchtet euch nicht, stärket eure Hände!
14 Denn so spricht Jehova der
Heerscharen: Gleichwie ich euch Böses zu tun gedachte, als
eure Väter mich erzürnten, spricht Jehova der Heerscharen,
und ich es mich nicht gereuen ließ,
15 also gedenke ich wiederum
in diesen Tagen Jerusalem und dem Hause Juda Gutes zu tun. Fürchtet
euch nicht!
16 Dies sind die Dinge, die
ihr tun sollt: Redet die Wahrheit einer mit dem anderen; richtet
der Wahrheit gemäß und fället einen Rechtsspruch
des Friedens in euren Toren;
17 und sinnet keiner auf des
anderen Unglück in euren Herzen, und falschen Eid liebet
nicht; denn alles dieses, ich hasse es, spricht Jehova.
18 Und das Wort Jehovas der
Heerscharen geschah zu mir also:
19 So spricht Jehova der Heerscharen:
Das Fasten des vierten und das Fasten des fünften und das
Fasten des siebten und das Fasten des zehnten Monats wird dem
Hause Juda zur Wonne und zur Freude und zu fröhlichen Festzeiten
werden. Doch liebet die Wahrheit und den Frieden.
20 So spricht Jehova der Heerscharen:
Noch wird es geschehen, daß Völker und Bewohner vieler
Städte kommen werden;
21 und die Bewohner der einen
werden zur anderen gehen und sagen: "Laßt uns doch
hingehen, um Jehova anzuflehen und Jehova der Heerscharen zu suchen!"
"Auch ich will gehen!"
22 Und viele Völker und
mächtige Nationen werden kommen, um Jehova der Heerscharen
in Jerusalem zu suchen und Jehova anzuflehen.
23 So spricht Jehova der Heerscharen:
In jenen Tagen, da werden zehn Männer aus allerlei Sprachen
der Nationen ergreifen, ja, ergreifen werden sie den Rockzipfel
eines jüdischen Mannes und sagen: Wir wollen mit euch gehen,
denn wir haben gehört, daß Gott mit euch ist.
Sacharja 9
1 Ausspruch des Wortes Jehovas
über das Land Chadrak; und auf Damaskus läßt es
sich nieder (denn Jehova hat ein Auge auf die Menschen und auf
alle Stämme Israels),
2 und auch auf Hamath, welches
daran grenzt, auf Tyrus und Zidon, weil es sehr weise ist. -
3 Und Tyrus hat sich eine Feste
erbaut und Silber gehäuft wie Staub, und Feingold wie Straßenkot.
4 Siehe, der Herr wird es einnehmen
und seine Macht im Meere schlagen; und es selbst wird vom Feuer
verzehrt werden.
5 Askalon soll es sehen und
sich fürchten; auch Gasa, und soll sehr erzittern, und Ekron,
denn seine Zuversicht ist zu Schanden geworden. Und der König
wird auf Gasa vertilgt, und Askalon wird nicht mehr bewohnt werden.
6 Und ein Bastard wird in Asdod
wohnen, und ich werde den Hochmut der Philister ausrotten.
7 Und ich werde sein Blut aus
seinem Munde wegtun und seine Greuel zwischen seinen Zähnen
hinweg; und auch er wird übrigbleiben unserem Gott, und wird
sein wie ein Fürst in Juda, und Ekron wie der Jebusiter.
8 Und ich werde für mein
Haus ein Lager aufschlagen vor dem Kriegsheere, vor den Hin- und
Wiederziehenden, und kein Bedränger wird sie mehr überziehen;
denn jetzt habe ich dareingesehen mit meinen Augen. -
9 Frohlocke laut, Tochter Zion;
jauchze, Tochter Jerusalem! Siehe, dein König wird zu dir
kommen: gerecht und ein Retter ist er, demütig, und auf einem
Esel reitend, und zwar auf einem Füllen, einem Jungen der
Eselin.
10 Und ich werde die Wagen ausrotten
aus Ephraim und die Rosse aus Jerusalem, und der Kriegsbogen wird
ausgerottet werden. Und er wird Frieden reden zu den Nationen;
und seine Herrschaft wird sein von Meer zu Meer, und vom Strome
bis an die Enden der Erde.
11 Und du - um des Blutes deines
Bundes willen entlasse ich auch deine Gefangenen aus der Grube,
in welcher kein Wasser ist.
12 Kehret zur Festung zurück,
ihr Gefangenen der Hoffnung! Schon heute verkündige ich,
daß ich dir das Doppelte erstatten werde. -
13 Denn ich habe mir Juda gespannt,
den Bogen mit Ephraim gefüllt; und ich wecke deine Söhne,
Zion, auf wider deine Kinder, Griechenland, und mache dich wie
das Schwert eines Helden.
14 Und Jehova wird über
ihnen erscheinen, und sein Pfeil wird ausfahren wie der Blitz;
und der Herr, Jehova, wird in die Posaune stoßen und einherziehen
in Stürmen des Südens.
15 Jehova der Heerscharen wird
sie beschirmen; und sie werden die Schleudersteine verzehren und
niedertreten; und sie werden trinken, lärmen wie vom Wein
und voll werden wie die Opferschalen, wie die Ecken des Altars.
16 Und Jehova, ihr Gott, wird
sie retten an jenem Tage, wird sein Volk retten wie ein Herde;
denn Kronensteine sind sie, funkelnd auf seinem Lande.
17 Denn wie groß ist seine
Anmut, und wie groß seine Schönheit! Das Korn wird
Jünglinge und der Most Jungfrauen wachsen lassen.
Sacharja 10
1 Erbittet von Jehova Regen
zur Zeit des Spätregens; Jehova schafft die Wetterstrahlen,
und er wird euch Regengüsse geben, Kraut auf dem Felde einem
jeden.
2 Denn die Teraphim haben Nichtiges
geredet, und die Wahrsager haben Lüge geschaut; und sie reden
Träume des Truges, trösten mit Dunst. Darum sind sie
fortgewandert wie eine Herde, werden bedrückt, weil kein
Hirte da ist.
3 Mein Zorn ist wider die Hirten
entbrannt, und die Böcke werde ich heimsuchen; denn Jehova
der Heerscharen wird seiner Herde, des Hauses Juda, sich annehmen
und sie machen wie sein Prachtroß im Streite.
4 Von ihm kommt der Eckstein,
von ihm der Pflock, von ihm der Kriegsbogen, von ihm werden alle
Bedränger hervorkommen insgesamt.
5 Und sie werden wie Helden
sein, die den Kot der Straßen im Kampfe zertreten; und sie
werden kämpfen, denn Jehova ist mit ihnen, und die Reiter
auf Rossen werden zu Schanden.
6 Und ich werde das Haus Juda
stärken und das Haus Joseph retten, und werde sie wohnen
lassen; denn ich habe mich ihrer erbarmt, und sie werden sein,
als ob ich sie nicht verstoßen hätte. Denn ich bin
Jehova, ihr Gott, und werde ihnen antworten.
7 Und Ephraim wird sein wie
ein Held, und ihr Herz wird sich freuen wie vom Wein; und ihre
Kinder werden es sehen und sich freuen, ihr Herz wird frohlocken
in Jehova.
8 Ich will sie herbeizischen
und sie sammeln, denn ich habe sie erlöst; und sie werden
sich mehren, wie sie sich gemehrt haben.
9 Und ich will sie unter den
Völkern säen, und in den fernen Ländern werden
sie meiner gedenken; und sie werden mit ihren Kindern leben und
zurückkehren.
10 Und ich werde sie zurückführen
aus dem Lande Ägypten und sie sammeln aus Assyrien, und sie
in das Land Gilead und auf den Libanon bringen; und nicht wird
Raum genug für sie gefunden werden.
11 Und er wird durch das Meer
der Angst ziehen und die Wellen im Meere schlagen, und alle Tiefen
des Stromes werden versiegen; und die Hoffart Assyriens wird niedergeworfen
werden, und weichen wird das Zepter Ägyptens.
12 Und ich werde sie stark
machen in Jehova, und in seinem Namen werden sie wandeln, spricht
Jehova.
Sacharja 11
1 Tue auf, Libanon, deine Tore,
und Feuer verzehre deine Zedern!
2 Heule, Zypresse! denn die
Zeder ist gefallen, denn die Herrlichen sind verwüstet. Heulet,
Eichen Basans! denn der unzugängliche Wald ist niedergestreckt.
3 Lautes Heulen der Hirten,
denn ihre Herrlichkeit ist verwüstet; lautes Gebrüll
der jungen Löwen, denn die Pracht des Jordan ist verwüstet!
4 Also sprach Jehova, mein
Gott: Weide die Herde des Würgens,
5 deren Käufer sie erwürgen
und es nicht büßen, und deren Verkäufer sprechen:
Gepriesen sei Jehova, denn ich werde reich! und deren Hirten sie
nicht verschonen.
6 Denn ich werde die Bewohner
des Landes nicht mehr verschonen, spricht Jehova; und siehe, ich
überliefere die Menschen, einen jeden der Hand seines Nächsten
und der Hand seines Königs; und sie werden das Land zertrümmern,
und ich werde nicht aus ihrer Hand befreien. -
7 Und ich weidete die Herde
des Würgens, mithin die Elenden der Herde; und ich nahm mir
zwei Stäbe: den einen nannte ich Huld, und den anderen nannte
ich Bande, und ich weidete die Herde.
8 Und ich vertilgte drei Hirten
in einem Monat. Und meine Seele wurde ungeduldig über sie,
und auch ihre Seele wurde meiner überdrüssig.
9 Da sprach ich: Ich will euch
nicht mehr weiden; was stirbt, mag sterben, und was umkommt, mag
umkommen; und die Übrigbleibenden mögen eines des anderen
Fleisch fressen.
10 Und ich nahm meinen Stab
Huld und zerbrach ihn, um meinen Bund zu brechen, den ich mit
allen Völkern gemacht hatte.
11 Und er wurde gebrochen an
jenem Tage; und also erkannten die Elenden der Herde, die auf
mich achteten, daß es das Wort Jehovas war.
12 Und ich sprach zu ihnen:
Wenn es gut ist in euren Augen, so gebet mir meinen Lohn, wenn
aber nicht, so lasset es; und sie wogen meinen Lohn dar: dreißig
Silbersekel.
13 Da sprach Jehova zu mir:
Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Preis, dessen ich
von ihnen wertgeachtet bin! Und ich nahm die dreißig Silbersekel
und warf sie in das Haus Jehovas, dem Töpfer hin.
14 Und ich zerbrach meinen
zweiten Stab, die Bande, um die Brüderschaft zwischen Juda
und Israel zu brechen. -
15 Und Jehova sprach zu mir:
Nimm dir noch das Gerät eines törichten Hirten.
16 Denn siehe, ich erwecke
einen Hirten im Lande: der Umkommenden wird er sich nicht annehmen,
das Versprengte wird er nicht suchen, und das Verwundete nicht
heilen; das Gesunde wird er nicht versorgen, und das Fleisch des
Fetten wird er essen und ihre Klauen zerreißen.
17 Wehe dem nichtigen Hirten,
der die Herde verläßt! Das Schwert über seinen
Arm und über sein rechtes Auge! Sein Arm soll gänzlich
verdorren, und sein rechtes Auge völlig erlöschen.
Sacharja 12
1 Ausspruch des Wortes Jehovas
über Israel. Es spricht Jehova, der den Himmel ausspannt
und die Erde gründet, und des Menschen Geist in seinem Innern
bildet:
2 Siehe, ich mache Jerusalem
zu einer Taumelschale für alle Völker ringsum; und auch
über Juda wird es kommen bei der Belagerung von Jerusalem.
3 Und es wird geschehen an
jenem Tage, da werde ich Jerusalem zu einem Laststein machen für
alle Völker: alle, die ihn aufladen wollen, werden sich gewißlich
daran verwunden. Und alle Nationen der Erde werden sich wider
dasselbe versammeln.
4 An jenem Tage, spricht Jehova,
werde ich alle Rosse mit Scheuwerden und ihre Reiter mit Wahnsinn
schlagen; und über das Haus Juda werde ich meine Augen offen
halten, und alle Rosse der Völker mit Blindheit schlagen.
5 Und die Fürsten von
Juda werden in ihrem Herzen sprechen: Eine Stärke sind mir
die Bewohner von Jerusalem in Jehova der Heerscharen, ihrem Gott.
-
6 An jenem Tage werde ich die
Fürsten von Juda machen gleich einem Feuerbecken unter Holzstücken
und gleich einer Feuerfackel unter Garben; und sie werden zur
Rechten und zur Linken alle Völker ringsum verzehren. Und
fortan wird Jerusalem an seiner Stätte wohnen in Jerusalem.
7 Und Jehova wird die Zelte
Judas zuerst retten, auf daß die Pracht des Hauses Davids
und die Pracht der Bewohner von Jerusalem sich nicht über
Juda erhebe. -
8 An jenem Tage wird Jehova
die Bewohner von Jerusalem beschirmen; und der Strauchelnde unter
ihnen wird an jenem Tage wie David sein, und das Haus Davids wie
Gott, wie der Engel Jehovas vor ihnen her.
9 Und es wird geschehen an
jenem Tage, da werde ich alle Nationen zu vertilgen suchen, die
wider Jerusalem heranziehen.
10 Und ich werde über
das Haus Davids und über die Bewohner von Jerusalem den Geist
der Gnade und des Flehens ausgießen; und sie werden auf
mich blicken, den sie durchbohrt haben, und werden über ihn
wehklagen gleich der Wehklage über den Eingeborenen, und
bitterlich über ihn leidtragen, wie man bitterlich über
den Erstgeborenen leidträgt.
11 An jenem Tage wird die Wehklage
in Jerusalem groß sein wie die Wehklage von Hadad-Rimmon
im Tale Megiddo.
12 Und wehklagen wird das Land,
jedes Geschlecht besonders: das Geschlecht des Hauses Davids besonders,
und ihre Weiber besonders; das Geschlecht des Hauses Nathans besonders,
und ihre Weiber besonders;
13 das Geschlecht des Hauses
Levis besonders, und ihre Weiber besonders; das Geschlecht der
Simeiter besonders, und ihre Weiber besonders;
14 alle übrigen Geschlechter,
jedes Geschlecht besonders, und ihre Weiber besonders.
Sacharja 13
1 An jenem Tage wird ein Quell
geöffnet sein dem Hause Davids und den Bewohnern von Jerusalem
für Sünde und für Unreinigkeit.
2 Und es wird geschehen an
jenem Tage, spricht Jehova der Heerscharen, da werde ich die Namen
der Götzen ausrotten aus dem Lande, und ihrer wird nicht
mehr gedacht werden; und auch die Propheten und den Geist der
Unreinheit werde ich aus dem Lande wegschaffen.
3 Und es wird geschehen, wenn
ein Mann ferner weissagt, so werden sein Vater und seine Mutter,
seine Erzeuger, zu ihm sprechen: Du darfst nicht leben, denn du
hast Lüge geredet im Namen Jehovas! und sein Vater und seine
Mutter, seine Erzeuger, werden ihn durchbohren, wenn er weissagt.
4 Und es wird geschehen an
jenem Tage, da werden die Propheten sich schämen, ein jeder
über sein Gesicht, wenn er weissagt; und sie werden nicht
mehr einen härenen Mantel anlegen, um zu lügen.
5 Und er wird sprechen: Ich
bin kein Prophet, ich bin ein Mann, der das Land bebaut; denn
man hat mich gekauft von meiner Jugend an.
6 Und wenn jemand zu ihm spricht:
Was sind das für Wunden in deinen Händen? so wird er
sagen: Es sind die Wunden, womit ich geschlagen worden bin im
Hause derer, die mich lieben.
7 Schwert, erwache wider meinen
Hirten und wider den Mann, der mein Genosse ist! spricht Jehova
der Heerscharen; schlage den Hirten, und die Herde wird sich zerstreuen.
Und ich werde meine Hand den Kleinen zuwenden.
8 Und es wird geschehen im
ganzen Lande, spricht Jehova: zwei Teile davon werden ausgerottet
werden und verscheiden, aber der dritte Teil davon wird übrigbleiben.
9 Und ich werde den dritten
Teil ins Feuer bringen, und ich werde sie läutern, wie man
das Silber läutert, und sie prüfen, wie man das Gold
prüft. Es wird meinen Namen anrufen, und ich werde ihm antworten;
ich werde sagen: Es ist mein Volk; und es wird sagen: Jehova ist
mein Gott.
Sacharja 14
1 Siehe, ein Tag kommt für
Jehova, da wird deine Beute verteilt werden in deiner Mitte.
2 Und ich werde alle Nationen
nach Jerusalem zum Kriege versammeln; und die Stadt wird eingenommen
und die Häuser werden geplündert und die Weiber geschändet
werden; und die Hälfte der Stadt wird in die Gefangenschaft
ausziehen, aber das übrige Volk wird nicht aus der Stadt
ausgerottet werden.
3 Und Jehova wird ausziehen
und wider jene Nationen streiten, wie an dem Tage, da er streitet,
an dem Tage der Schlacht.
4 Und seine Füße
werden an jenem Tage auf dem Ölberge stehen, der vor Jerusalem
gegen Osten liegt; und der Ölberg wird sich in der Mitte
spalten nach Osten und nach Westen hin, zu einem sehr großen
Tale, und die Hälfte des Berges wird nach Norden und seine
andere Hälfte nach Süden weichen.
5 Und ihr werdet in das Tal
meiner Berge fliehen, und das Tal der Berge wird bis Azel reichen;
und ihr werdet fliehen, wie ihr vor dem Erdbeben geflohen seid
in den Tagen Ussijas, des Königs von Juda. Und kommen wird
Jehova, mein Gott, und alle Heiligen mit dir.
6 Und es wird geschehen an
jenem Tage, da wird kein Licht sein; die Gestirne werden sich
verfinstern.
7 Und es wird ein einziger
Tag sein (er ist Jehova bekannt), nicht Tag und nicht Nacht; und
es wird geschehen zur Zeit des Abends, da wird es Licht sein.
8 Und es wird geschehen an
jenem Tage, da werden lebendige Wasser aus Jerusalem fließen,
zur Hälfte nach dem östlichen Meere und zur Hälfte
nach dem hinteren Meere; im Sommer und im Winter wird es geschehen.
9 Und Jehova wird König
sein über die ganze Erde; an jenem Tage wird Jehova einer
sein und sein Name einer.
10 Das ganze Land wird sich
umwandeln wie die Ebene, von Geba bis Rimmon, welches südlich
von Jerusalem liegt; und Jerusalem wird erhaben sein und an seiner
Stätte wohnen, vom Tore Benjamin bis zur Stelle des ersten
Tores und bis zum Ecktore, und vom Turme Hananel bis zu den Keltern
des Königs.
11 Und man wird darin wohnen,
und kein Bann wird mehr sein; und Jerusalem wird in Sicherheit
wohnen.
12 Und dies wird die Plage
sein, womit Jehova alle Völker plagen wird, welche gegen
Jerusalem Krieg geführt haben: Er wird eines jeden Fleisch
verwesen lassen, während er auf seinen Füßen steht,
und seine Augen werden verwesen in ihren Höhlen, und seine
Zunge wird in seinem Munde verwesen.
13 Und es wird geschehen an
jenem Tage, da wird eine große Verwirrung von Jehova unter
ihnen entstehen; und sie werden einer des anderen Hand ergreifen,
und eines jeden Hand wird sich gegen die Hand seines Nächsten
erheben.
14 Und auch Juda wird in Jerusalem
streiten; und der Reichtum aller Nationen ringsum wird gesammelt
werden: Gold und Silber und Kleider in großer Menge.
15 Und ebenso, gleich dieser
Plage, wird die Plage der Rosse, der Maultiere, der Kamele und
der Esel und alles Viehes sein, welches in jenen Heerlagern sein
wird.
16 Und es wird geschehen, daß
alle Übriggebliebenen von allen Nationen, welche wider Jerusalem
gekommen sind, von Jahr zu Jahr hinaufziehen werden, um den König,
Jehova der Heerscharen, anzubeten und das Laubhüttenfest
zu feiern.
17 Und es wird geschehen, wenn
eines von den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerusalem hinaufziehen
wird, um den König, Jehova der Heerscharen, anzubeten: über
dasselbe wird kein Regen kommen;
18 und wenn das Geschlecht
Ägyptens nicht hinaufzieht und nicht kommt, so wird der Regen
auch nicht über dieses kommen. Das wird die Plage sein, womit
Jehova die Nationen plagen wird, welche nicht hinaufziehen werden,
um das Laubhüttenfest zu feiern.
19 Das wird die Strafe Ägyptens
und die Strafe aller Nationen sein, welche nicht hinaufziehen
werden, um das Laubhüttenfest zu feiern.
20 An jenem Tage wird auf den
Schellen der Rosse stehen: Heilig dem Jehova. Und die Kochtöpfe
im Hause Jehovas werden sein wie die Opferschalen vor dem Altar;
21 und jeder Kochtopf in Jerusalem
und in Juda wird Jehova der Heerscharen heilig sein; und alle
Opfernden werden kommen und von denselben nehmen und darin kochen.
Und es wird an jenem Tage kein Kanaaniter mehr sein im Hause Jehovas
der Heerscharen.